Keine Kreativität ohne Freiheit: Erfolgsrezepte visionärer Strategen auf dem CWF 2009
09.12.09
Offenheit und Risikobereitschaft sind Grundvoraussetzungen für Kreativität und Innovation. Darin waren sich Bosch-Chef Franz Fehrenbach und Filmemacherin Doris Dörrie auf dem Creativity World Forum 2009 in Ludwigsburg einig. „Wenn wir kreativ sein wollen, müssen wir auch Fehlschläge riskieren“, betonte die Autorin, die mithilfe einer Eieruhr das unkontrollierte Denken und die schöpferischen Kräfte des Publikums aufblühen ließ. Mit der Aufforderung „Combining the Unexpected“ schloss sich MFG-Geschäftsführer Klaus Haasis dem Ruf nach mehr Offenheit an. Er forderte zudem eine höhere Bereitschaft zu experimentieren und gemeinsam zu lernen.
Experimentierfreude und viel Leidenschaft
Experimentierfreude treibt auch Hartmut Esslinger an. Der Star-Designer, der Marken wie Apple und Lufthansa maßgeblich geprägt hat, weiß aber auch, dass kreative Spitzenleistungen große Anstrengungen erfordern. Dem stimmte der ehemalige finnische Ministerpräsident Esko Aho zu. „Mindestens 10.000 Stunden hartes Training“ und noch viel mehr Leidenschaft stecken seiner Meinung nach hinter den Erfolgsgeschichten.
130 Ideen in 100 Minuten
Wie inspirierend der Austausch über Länder- und Branchengrenzen hinweg ist, zeigte sich auch im „Creativity Think Tank“. Statt der angestrebten 100 Ideen wurden in den vorgegebenen 100 Minuten sogar 130 konkrete Ideen und Vorschläge erarbeitet. Als Basis des Workshops dienten fünf Zukunftstrends, die das EU-Projekt CReATE unter Federführung der MFG Baden-Württemberg zuvor identifiziert hatte.
Junge Talente beflügeln die Kreativwirtschaft
Ein mit Ultraschall ausgerüstetes Klangfass, ein Online-Portal für virtuelle Demonstrationen und ein revolutionäres Verfahren zur Produktion von visuellen Effekten: Beim „Creative Talent Pitch“ bewiesen junge Softwareforscher und Medienkünstler – alle im Besitz eines begehrten Karl-Steinbuch-Stipendiums, dass Baden-Württemberg auf seinen kreativen Nachwuchs zählen kann.
Innovation fällt nicht vom Himmel
Weil Innovation eben nicht vom Himmel fällt, wie Wirtschaftsminister Ernst Pfister und Stararchitekt Tobias Wallisser zum Auftakt des Creativity World Forums betonten, hatten die MFG Baden-Württemberg und das Wirtschaftsministerium zum branchen- und länderübergreifenden Austausch kreativer Vordenker eingeladen. Rund 2.000 Kreative aus China, Indien, Mexiko Russland, Brasilien und weiteren 23 Ländern waren der Einladung gefolgt.
„Wir sind überwältigt von den vielen Ideen und Visionen, die wir beim Creativity World Forum gemeinsam mit Partnern aus aller Welt erarbeitet haben. Baden-Württemberg hat sich der Welt als inspirierender Kreativstandort präsentiert. Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir eine Plattform geschaffen, auf der nicht nur interessante Gespräche stattfanden, sondern auch konkrete Projektideen und Kooperationen entwickelt wurden“, resümiert Klaus Haasis zufrieden.












